FAQ
Die Unwetterzentrale warnt in einem mehrstufigen Warnsystem vor den Unwetterarten Sturm/Orkan, Starkregen, Starkschneefall, Glatteisregen, Gewitter (mit Starkregen, Hagel, Sturmböen und ggf. Tornados) sowie vor strengem Luftfrost, erstem Bodenfrost im Herbst bzw. jedem Bodenfrost im Spätfrühjahr und Sommer und Hitzebelastung. Zusätzlich gibt die Unwetterzentrale Hinweise über Glätte- und Waldbrandgefahren aus. Unwetter und deren mögliche Folgeschäden können das öffentliche Leben nachhaltig beeinflussen. Um sich rechtzeitig auf das Eintreten dieser ungewöhnlichen, nicht alltäglichen Wettersituation vorbereiten zu können, ist eine erhöhte Aufmerksamkeit seitens der Öffentlichkeit wichtig.
Die Unwetterzentrale veröffentlicht ihre Warnungen für so genannte Naturräume. Naturräume sind Gebiete mit gleichen (Un-)Wetterbedingungen. Zur Qualitätssteigerung der Warnungen wurden die bis Frühjahr 2008 bewarnten Landkreise nach geographischen und meteorologischen Bedingungen nochmals unterteilt, so dass räumlich kleinere Warngebiete mit gleichen (Un-)Wetterbedingungen entstanden. Anstatt für rund 400 Landkreise werden für circa 1.000 Naturräume präzise Warnungen ausgegeben. Dieses innovative Warnsystem ist einzigartig.
Die Unwetterzentrale warnt in einem mehrstufigen Warnsystem: GELB ist die Vorwarnstufe. Sie wird ausgegeben, wenn die Meteorologen der Unwetterzentrale in einem Naturraum ein bestimmtes Unwetterereignis für möglich halten oder es nicht ausschließen können. Die Warnstufen ORANGE, ROT und VIOLETT sind Akutwarnstufen. Sie werden dann ausgeben, wenn die Meteorologen der Unwetterzentrale sicher sind, dass ein bestimmtes Ereignis tatsächlich eintritt.
Die Warnstufe richtet sich nach der zu erwartenden Intensität eines Unwetters. Zur Beurteilung der Intensität wurden auf Grundlage von Expertenwissen und langjährigen Erfahrungswerten bestimmte Schwellenwerte für die einzelnen Warnstufen der Unwetterarten festgelegt. Wenn sich abzeichnet, dass ein Unwetter einen bestimmten Schwellenwert überschreitet, werden Warnungen der entsprechenden Warnstufe ausgegeben.
Akutwarnungen der Warnstufen ORANGE, ROT und VIOLETT werden dann ausgegeben, wenn das Eintreffen eines Unwetters als sicher gilt. In der Regel sind das 6 bis 12 Stunden vor Ereignisbeginn. Je nach Unwetterart bzw. Wetterlage können Vor- und Akutwarnungen auch kurzfristiger erfolgen. Vorwarnungen (Stufe GELB) werden im Regelfall bis zu 36 Stunden im Voraus ausgegeben, da das Eintreffen eines Ereignisses unter Umständen noch nicht sicher ist oder sich noch Änderungen im zeitlichen Ablauf sowie in der Intensität und in der Zugrichtung des bevorstehenden Unwetters ergeben können. Bei außergewöhnlichen Wetterlagen, die ein beträchtliches Potential für sehr folgenschwere Unwetter besitzen (zum Beispiel Orkan KYRILL im Januar 2007), können Vorwarnungen bereits früher als 36 Stunden im Voraus veröffentlicht werden. Das Meteorologen-Team der Unwetterzentrale ist bestrebt, so früh und so zuverlässig wie möglich vor Unwettern zu warnen.
Dies richtet sich nach der Unwetterart und nach der Dauer des jeweiligen Ereignisses - also ganz nach der aktuellen (Un-)Wetterlage. Jede ausgegebene Warnung enthält einen genauen Gültigkeitszeitraum. Sobald das Unwetter vorüber ist oder die Warnschwellen unterschritten werden, erfolgt eine Aufhebung der Warnung in einem Naturraum. Wenn sich das Unwetter zum Beispiel abschwächt oder weiter andauert, gibt es eine Anpassung der bestehenden Warnung an die entsprechende Warnstufe. Dauert ein Unwetter länger als zunächst erwartet, erfolgt eine Aktualisierung in der entsprechenden Warnstufe.
Nein. Die Vorwarnstufe GELB kann für ein Unwetter der Warnstufe ORANGE, ROT oder VIOLETT ausgegeben werden. Die Einfärbung eines Naturraums wechselt dann direkt von gelb auf beispielsweise rot. In einem anderen Fall kann bei einer sich abzeichnenden Intensivierung eines Unwetterereignisses eine direkte Heraufstufung von beispielsweise der Warnstufe ORANGE auf die Warnstufe VIOLETT erfolgen.
Die Deutschland-Karte und die Bundesland-Karten zeigen eine kombinierte Darstellung der Unwetterwarnungen. Sind für einen Naturraum mehrere Warnungen aktiv (z.B. Sturm/Orkan und Starkregen), wird immer die Warnung mit der höchsten Warnstufe dargestellt. Für die Darstellung einzelner Unwetterarten klicken Sie bitte in der oberen Navigationsleiste auf die jeweiligen Unwettersymbole (Starkregen, Starkschneefall, Gewitter, Glatteisregen, Sturm/Orkan, Extremtemperaturen). Ist für einen Naturraum eine Berg- oder Küstenwarnung aktiv, wird in der Deutschlandkarte der gesamte Naturraum mit der entsprechenden Warnstufe eingefärbt. Hinweise zur Glättegefahr und zur Waldbrandgefahr (geschlossener Benutzerbereich) werden für einzelne Bundesländer ausgegeben und in der Warnkarte durch ein Gefahrensymbol dargestellt. Der jeweilige Hinweis ist nachfolgend unterhalb der Bundesland-Warnkarte zu finden. Frostwarnungen sowie Warnungen zur Hitzebelastung werden auf einer separaten Warnkarte dargestellt.
Sturm/Orkan- und Starkschneefallwarnungen, die nur für die Berge, sowie Sturm/Orkan-Warnungen, die nur für die Küste gelten, können durch Anklicken der entsprechenden Symbole in der Navigationsleiste gesondert aufgerufen werden. In den erscheinenden Karten werden ausschließlich die Naturräume eingefärbt, die für Bergland- bzw. Küstenwarnungen vorgesehen sind. Kunden, die Warnungen per SMS, E-Mail und Fax abonniert haben, können separate Berg- und Küstenwarnungen erhalten.
Nachfolgend sehen Sie eine Karte, auf der alle Naturräume eingezeichnet sind, für die es gesonderte Berg- und Küstenwarnungen geben kann:
über 500 Meter:
Binger Wald, Donnersberg, Eifel, Elbsandsteingebirge, Erzgebirge, Frankenhöhe, Haardt, Habichtswald, Hochwald, Hunsrück, Knüllgebirge, Meißner, Odenwald, Pfälzer Wald, Sauerland, Soonwald, Spessart, Taunus, Unterharz, Vogelsberg, Westerwald, Zittauer Gebirge
über 600 Meter:
Frankenwald, Hegau, Oberschwaben, Rhön, Schwäbische Alb (Nordteil)
über 700 Meter:
Bayerischer Wald, Elstergebirge, Fichtelgebirge, Oberharz, Oberpfälzer Wald, Rhön, Schwäbische Alb (Südteil), Schwarzwald, Thüringer Wald
über 800 Meter:
Allgäu, Böhmerwald, Erzgebirge (Kammlagen)
über 1000 Meter:
Alpen
Die Unwetterwarnungen können minütlich ausgegeben und aktualisiert werden. Gibt das Meteorologen-Team der Unwetterzentrale Warnungen aus, erscheinen diese unmittelbar auf der Warnkarte und erreichen unsere Kunden ebenso schnell per SMS, E-Mail oder Fax. Die Aktualisierungsintervalle richten sich ganz nach der (Un-)Wetterlage. Vor einer Veröffentlichung wird jede Warnung von den Meteorologen sorgfältig geprüft und bei Bedarf jederzeit der (Un-)Wetterlage angepasst und aktualisiert.
Ja. Die Unwetterzentrale ist an jedem Tag im Jahr, 24 Stunden durch das Meteorologen-Team besetzt.
Nein. Für jeden Naturraum wird die (Un-)Wetterlage persönlich von den Meteorologen beurteilt. Erst auf Grundlage dieser Beurteilung folgt dann ggf. eine Unwetterwarnung. Hier steht also immer der Mensch hinter den Warnungen. Bei Gewitterlagen steht den Meteorologen der Unwetterzentrale ein zusätzliches Tool zur Verfügung: Zeigt das Niederschlagsradar eine bestimmte Intensität einer Gewitterzelle an, werden automatisch die in der Zugbahn der Gewitterzelle (Hagel- oder Starkregenzelle) liegenden Geokoordinaten und Naturräume vom System berechnet und für eine Warnung vorgeschlagen. Aber auch in diesem Fall entscheiden die Meteorologen, ob und in welcher Warnstufe die vorgeschlagen Warnungen ausgegeben werden.
Wesentlicher Bestandteil der Unwetterzentrale ist das dichteste Wetterstationsmessnetz Europas. Allein in Deutschland stehen den Meteorologen Daten von 1200 Wetterstationen zur Verfügung, darunter rund 500 eigene Wetterstationen von Meteomedia. In Kombination mit den weltweit führenden Wettermodellen und eigenen Prognoseverfahren bildet das Wetterstationsnetz eine einmalige Datengrundlage. Zusätzlich liefern hoch aufgelöste Radar-, Satelliten- und Blitzdaten detaillierte Informationen. Für kleinräumige Unwetter wie Gewitter wurde eine radarbasierte Spezialtechnologie entwickelt. Diese umfangreichen und präzisen Wetterdaten bilden die Grundlage für eine kontinuierliche Überwachung und Beurteilung der (Un-)Wetterlage.
Der Warnlagebericht der Unwetterzentrale erläutert die aktuelle (Un-)Wetterlage und erklärt die Entwicklung des Wetters in den nächsten Stunden, ein Ausblick kündigt die zu erwartenden Ereignisse für bis zu fünf Tage im Voraus an. Bei Bedarf werden ebenfalls signifikante Messwerte oder Zusatzinformationen zu besonderen Wettererscheinungen und deren Auswirkungen wie Hochwasser, Sturmflut, extreme Trockenheit etc. veröffentlicht.
Regen, Schnee, Wind und auch Gewitter sind - teils jahreszeitlich bedingt - alltägliche Wetterphänomene. Erst ab den festgelegten Warnschwellen, die auf meteorologischem Expertenwissen und langjährigen Erfahrungen beruhen, werden Warnungen vor Unwettern ausgegeben.
Gewitterwarnungen sind - wie alle anderen Warnungen der Unwetterzentrale - Vorhersagen und spiegeln nicht zwangsläufig den Ist-Zustand der Wetterlage wider. Es kann darüber hinaus auch sein, dass Sie in einem Bereich Ihres gewarnten Naturraums wohnen, über den die Gewitterzelle nicht direkt hinweg ziehen wird, andere Gebiete Ihres Naturraums jedoch betroffen sind. In diesem Fall gibt die Unwetterzentrale selbstverständlich eine Gewitterwarnung für den Naturraum aus - auch dann, wenn nur der Randbereich einer Gewitterzelle den Naturraum streift.
Die Meteorologen der Unwetterzentrale warnen präzise vor Glatteisregen sowie vor Starkschneefall mit Neuschneemengen ab 10 cm innerhalb von 12 Stunden. Darüber hinaus werden Hinweise über Glättegefahren durch Reif, Schnee und gefrierende Nässe für die Bundesländer ausgegeben. Besteht für ein Bundesland ein Glättehinweis, erscheint auf der Deutschland-Übersichtskarte ein Gefahrensymbol. Der ausführliche Glättehinweis ist nachfolgend unterhalb der Bundesland-Warnkarte zu finden.
Die Meteomedia-Unwetterzentrale warnt zuverlässig vor Sturm/Orkan, Starkregen, Starkschneefall, Glatteisregen, Gewitter, Frost und Hitzebelastung ab den definierten Warnschwellen. Vor Gewittern warnt sie, wenn diese mindestens mit sehr starken Regenfällen einhergehen; sie warnt jedoch nicht vor einzelnen Blitzen. Die Unwetterzentrale warnt auch nicht vor wenigen Zentimetern Neuschnee, sondern ausschließlich vor Starkschneefall mit Neuschneemengen ab 10 cm innerhalb von 12 Stunden. Treten dabei starke Windböen auf, die zu erheblichen Schneeverwehungen und ggf. Schneebruch führen können, kann für einen Naturraum die nächsthöhere Warnstufe für Starkschneefall ausgegeben werden.
Das Meteorologen-Team veröffentlicht nur Unwettermeldungen, die auch den Warnkriterien der Unwetterzentrale entsprechen. Zudem muss der Ort der Beobachtung oder des aufgetretenen Schadens, der genaue Zeitpunkt und der vollständige Name des Beobachters angegeben werden. Das Hinterlassen der E-Mail-Adresse ermöglicht zudem ein Nachfragen seitens der Unwetterzentrale. Vor einer Veröffentlichung wird jede Unwettermeldung vom Meteorologen-Team gesichtet und auf Plausibilität geprüft. Bei höherem Warnaufkommen kann sich die Veröffentlichung der Meldungen verzögern.
Wenn keine Karte angezeigt wird oder die Karte bei einer Warnlage mehrere Stunden alt ist, prüfen Sie bitte Ihre Browser-Einstellungen. Vermutlich hat Ihr Browser die Seite beim letzten Besuch lokal gespeichert und lädt keine Aktualisierung. Die Einstellung des Browsers sollte so gewählt sein, dass die Seite bei jedem Aufruf auf eine aktuelle Version überprüft wird. Die Warnkarte wird jeweils in Abhängigkeit zur Wetterlage aktualisiert. Datum und Uhrzeit der letzten Aktualisierung finden Sie unten rechts auf der Karte.
Die Unwetterzentrale bietet über die allgemein zugänglichen Informationen hinaus einen geschlossenen Benutzerbereich für Behörden, Firmen, Feuerwehren etc. Hier gelangen Sie in das Herzstück der Unwetterzentrale. Über die Unwetterkarte sind alle aktuellen und ausführlichen Warntexte sowie Informationen zu Auswirkungen und Verhaltensempfehlungen abrufbar. Darüber hinaus bietet der geschlossene Benutzerbereich zusätzliche (Un-)Wetterinformationen, zum Beispiel: Aktuelles Niederschlagsradar, Niederschlagsradar-Vorhersage, aktuelle Blitzkarte, verschiedene hoch aufgelöste Niederschlagssummenkarten. Sie werden hier detailliert über die aktuelle (Un-)Wetterlage in ganz Deutschland informiert. Zusätzlich ist der Empfang der Unwetterwarnungen per SMS, E-Mail, Fax und Pager möglich.
Die Meteorologen der Unwetterzentrale haben Deutschland eigens für den Warnlagebericht in verschiedene Regionen (z.B. Nord- und Süd- bzw. West-, Osthälfte sowie Mitte, Nordwesten, Südosten etc.) unterteilt.
Nachfolgend sehen Sie auf fünf verschiedenen Karten die möglichen regionalen Begrifflichkeiten zur groben Orientierung. Sofern sich ein bevorstehendes (Un-)Wetterereignis genauer regionalisieren lässt, werden konkrete, kleinräumige Gebiete (z.B. Städte, Flüsse oder Landschaften) genannt.